Bin heute schon gegen halb vier wach geworden und war wirklich hellwach. Da mir klar war, dass ich so schnell nicht mehr schlafen würde, dachte ich mir, ich nutze die Gelegenheit, endlich mal mit Nachtaufnahmen anzufangen — etwas, das ich schon seit einer Ewigkeit vorhabe. Der Himmel war auch klar, so dass alles passte. Also habe ich mir meine Kamera geschnappt und bin runter zur Kirche gelatscht.
Der Erfolg war mäßig, allerdings habe ich einiges dabei gelernt, und mehr habe ich auch nicht erwartet.
Ich habe inzwischen einen Kabelfernauslöser bestellt. Diese Aufnahme ist zwar auch im Bulb-Modus entstanden, laut EXIF-Info bei 77 Sekunden, aber mit der Hand an der Kamera. Obwohl ich sagen muss, dass ich echt beeindruckt von der Stabilität meines Stativs bin (Manfrotto-Stativ mit Manfrotto 322RC2), ist es doch etwas lästig. Außerdem kann ich mit Kabelauslöser eine niedrigere Empfindlichkeit einstellen. Zwei Dinge stören mich an dem Foto besonders: Es rauscht ohne Ende (kein Wunder bei ISO 3200), und die Bewegung der Sterne. Es müsste entweder mehr oder weniger sein; so wie es hier aussieht, ist es eher nicht so professionell. Weniger schaffe ich mit meinem Objektiv und der maximalen Empfindlichkeit (eben jene 3200) nicht. Wenn ich allerdings einen Kabelauslöser anschließe und die Empfindlichkeit runtersetze, dürften interessante Ergebnisse zustande kommen. Das wird dann auch gleichzeitig das Rauschen entsprechend reduzieren.
Das nächste, was ich jetzt versuchen werde (heute Abend, falls es klar bleibt), ist die Aufnahme zu wiederholen, wenn die Kirche noch angestrahlt wird. Also, wenn es schon dunkel ist, bevor die Beleuchtung ausgeschaltet wird. Das wird mir natürlich kürzere Belichtungszeiten und damit weniger Bewegung bescheren.
Spaß macht mir das ganze auf jeden Fall, zumindest wenn ich wach bin
Tanja Petri
Veröffentlicht: Freitag, 20. April, 2012 @ 4:23
Abgelegt unter: Fotografie
Tags:available light, nachtaufnahme, salzhemmendorf
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