Versprecher — na und?

Ich frage mich, was eigentlich mit den Medien los ist.

Heute morgen Teaser auf der ersten Seite der Celleschen Zeitung: "Westerwelle: Patzer vor der UN". Dann, Seite 3, der eigentliche Artikel. In der Überschrift steht nur was von Westerwelle vor der UN. In der 2., kleineren Überschrift, heißt es dann, dass der Versprecher kaum aufgefallen sei.

Ich bin ja nun wirklich der letzte, der Westerwelle unterstützt, aber kommt, liebe Leute. Das ist lächerlich.

 

Greenwashing

Über die Werbung von der Metro könnte ich mich jedes Mal aufs Neue ärgern.

Anstatt wie die die meisten anderen ihre Prospekte in einem Papierumschlag zu verschicken, ist das alles immer in Cellophan verpackt. Das trifft sogar auf kleinere Sendung von normalem Briefformat zu. Schlimm genug.

Und dann besitzen sie die Stirn, das ganze über GoGreen von der Deutschen Post zu versenden.

Die Werbung wäre viel grüner, wenn sie auf das dämliche Plastik verzichten würden.

Schnauf.

 

Die Öffentlich-Rechtlichen und das Internet

Seit die Rundfunkgebühr auf internetfähige Geräte eingeführt wurde, ist die Diskussion um deren Rechtmäßigkeit groß, und das mit Fug und Recht. Die privaten Medien gehen auf die Barrikaden, weil sie Angst um ihr Geschäft haben. Der Nachbesserungsbedarf ist groß.

Aber die Entscheidung, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Inhalte jetzt nur noch für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stellen dürfen, ist keine Nachbesserung sondern eine Unfairness Weiterlesen...

 

Der Gutmensch und die braune Ecke

Es gibt da noch etwas, das mich in der Diskussion um die Thesen des Thilo Sarrazin extrem nervt. Es tauchen auf diversen Nachrichtenseiten immer wieder Kommentare von Lesern auf, die anscheinend mit Herrn Sarrazin sympathisieren. Die wehren sich dagegen, dass jemand, der "die Wahrheit" sagt (ein recht großzügiger Begriff, wenn man mich fragt), immer sofort in die "braune Ecke" gestellt wird. Gleichzeitig wird aber ein Mensch, der sich für mehr Toleranz und Verständnis auf beiden Seiten einsetzt, ohne dabei die Probleme schönzureden, von den gleichen Leuten sofort mit dem negativen Prädikat "Gutmensch" versehen.

Sicherlich geht es zu weit, jedem, der Herrn Sarrazin ein bisschen zustimmt, gleich die NPD-Mitgliedschaft antragen zu wollen. Aber genauso unfair ist es, diejenigen, die seine Aussagen verurteilen und für mehr Toleranz und Gesprächsbereitschaft werben, gleich als naive, realitätsferne Weltverbesserer hinzustellen.

Wie sollen wir eigentlich die Probleme zwischen Urdeutschen und Zuwanderern angehen, wenn wir uns selbst in zwei Lager mit verhärteten Fronten aufspalten?

 

Lieber Thilo,

wenn's dir bei uns nicht mehr gefällt, warum wanderst du dann nicht einfach aus? Zum Beispiel in die USA, da findest du bestimmt schnell neue Freunde. Ich bin sicher, die Tea Party-Freaks werden jemanden wie dich mit offenen Armen aufnehmen.Vielleicht wären sie sogar für ein paar Tips dankbar? Ich glaube nicht, dass es von denen einer geschafft hat, seine aufschlussreichen Thesen zum Islam so schnell zu Geld zu machen.

Schnauf.

Ich habe mich ja jetzt ein paar Tage lang gesträubt, meinen Senf zum Thema dazuzugeben; zum einen, weil ich denke, dass Herr Sarrazin schon genug unverdiente Aufmerksamkeit bekommt, zum anderen Weiterlesen...